Wissenwertes über: Holz

Laminat

Als Laminat wird ein mehrlagiger, duroplastischer Kunstsoff bezeichnet, der durch Verpressen und Verkleben mindestens zweier Lagen gleicher oder verschiedener Materialien entsteht. Durch Kombination können sich die Eigenschaften der Einzelmaterialien ergänzen. Bevor der Begriff „Laminat“ eingeführt wurde, sagte man dazu auch „Schichtpressstoff“. Der neue Begriff konnte sich gegenüber dem alten durchsetzen.

Laminatboden ist die Verbindung aus einer HPL- oder CPL-Schicht, die auf einen Trägerwerkstoff (meistens eine HDF-Platte) aufgeklebt wird.

Herstellung
Für einen dekorativen Schichtstoff, wie er z.B. bei Laminatböden zum Einsatz kommt, werden folgende Schichten verwendet:

Der Kern besteht aus mehreren mit Phenolharz getränkten Papieren, darüber liegt die mit Melaminharz imprägnierte Dekorschicht. An oberster Stelle wird ein so genanntes Overlay verpresst, das aus zwei durchsichtigen mit Melaminharz getränkten Papieren besteht, zwischen denen eine Korundschicht eingeschlossen wird. Es ist auch die Anwendung von mit Korund gefüllten Overlays gebräuchlich. Auf der Unterseite wird ein Gegenzug eingesetzt, der den Effekt der Schlüsselung (Verbiegen des fertigen Werkstoffes) verringert.

Generell unterscheidet man in der Herstellung zwei Verfahren: In der (ursprünglichen) Herstellungsweise werden Papiere im Format von bis zu 5,30 x 1,3m zusammengepresst. Das daraus entstehende Laminat nennt man HPL („High Pressure Laminate“). Es ist von sehr hoher Qualität und Haltbarkeit. Um auch größere Formate herstellen zu können, hat man ein neues Verfahren entwickelt, in dem das harzgetränkte Papier von einer Rolle abgerollt und durch die Presse kontinuierlich geführt und dabei verpresst wird. Das entstehende Laminat nennt sich CPL („Continuous Pressure Laminate“) und ist in vielen Längen produzierbar.

Laminatboden ersetzt immer mehr den Teppichboden, wie er früher oft verlegt wurde. Laminatboden wird, aufgrund seiner Eigenschaften und des günstigen Preises, gerne und oft für Mietobjekte eingesetzt. Zur Geräuschreduzierung empfiehlt sich die Verlegung einer Trittschalldämmung unter dem Laminat. Weniger empfehlenswert ist die Verlegung über Teppichboden, wobei zwar eine gute Geräuschdämmung erzielt wird, aber auch Nachteile hinzunehmen sind (z. B. Hygiene).

Beim Kauf von Laminatböden gilt es einige Leistungsmerkmale zu beachten. Generell muss man wissen, wo man den Boden verlegen möchte, wie dieser dort voraussichtlich beansprucht wird und was man von dem Boden erwartet.

Parkett

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz für Innenräume. Das Holz, in der Regel Hartholz von Laubbäumen, wird dazu in kleine Stücke gesägt und nach bestimmten Mustern zusammengesetzt. Das Holz wird immer so eingebaut, dass die Holzfaser horizontal liegt. Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, d.h. die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster. Einen großformatigen Holzboden aus langen Brettern nennt man Dielenboden.

Parkett gilt als hochwertiger Fußbodenbelag und benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden einen tragfähigen Untergrund. Da Holz ein hygroskopischer Baustoff ist, wirkt ein Parkettboden klimaregulierend. Durch seine geschlossenen Flächen ist er sehr hygienisch.

Vom Parkett zu unterscheiden sind Laminatbeläge. Ein Parkettboden ist teurer als ein Laminatboden, dafür kann Parkett durch Schleifen und Versiegeln in der Regel mehrfach renoviert werden, was bei Laminat nicht möglich ist. Parkett ist im Verhältnis zu einem Textilboden ein sehr dauerhafter Bodenbelag.

Arten von Parkett
Es gibt verschiedene Arten von Parkett: Massivparkett, Stabparkett (=Nagelparkett), Lamparkett (=Dünnparkett), Hochkantlamellenparkett (=Industrieparkett), Parkettdiele, Massivholzdiele, Tafelparkett (=französisches Parkett) und das gängigste Parkett: Fertigparkett (=Mehrschichtparkett).

Das Patent für das Fertigparkett stammt aus dem Jahr 1939 von Johann Kähr (Lamellenplatte). 1941 führte das Unternehmen Kährs das weltweit erste Fertigparkett ein. Es hat auf Grund seines 3-schichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung, oft in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden.

Die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart ist hier oft nur noch 2-4 mm dick und auf einer oder mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt. Bei den Mehrschichtern hängt die Belastbarkeit nicht nur von der Holzart, sondern auch vom Gesamtaufbau, von der Stärke der Nutzschicht und von Art und Güte der Mittellage ab.

Das Schleifen nach der Verlegung entfällt hier, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt sind.

Die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Fertigparkett ist aufgrund seiner laufenden mechanischen Belastung nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett, weil die Kippbewegungen bei den Fugen mit der Zeit zum Eindringen von Wasser führen können.

Als zweite Variante des Fertigparketts gibt es neben dem klassischen Dreischichtparkett, auch Zweischichtparkett. Es wurde in den 50er Jahren vom Schweizer Unternehmen „Bauwerk“ entwickelt. Diese Parkettart muss vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden, welches die Lebensdauer wieder durchaus erhöht. Zweischichtparkett gibt es als klassischen Einzelstab (ca. 500 x 70 mm), Schiffsböden und Landhausdielen (Längen und Breiten unterschiedlich).

Kork

Als Kork (Phellem) wird im Alltagsgebrauch das Material aus der Rinde der Korkeicher bezeichnet, aus dem vor allem Korken gewonnen werden. Kork wird zudem aus der Borke des asiatischen Amur-Korkbaumes gewonnen.

Nutzung
Die besondere Kombination und Vielfalt physikalischer, chemischer, aber auch visueller Eigenschaften macht den Kork wirtschaftlich sehr interessant: In der Fischerei als Schwimmer an Angeln und Netzen, als Dichtungsmaterial in Maschinen und Geräten, als Flaschenverschluss, als Fußbodenbelag, im Blasinstrumentenbau, als Bau- und Wärmedämmstoff,…

Die Rinde der Korkeiche wird seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. im Mittelmeerraum, vor allem in Mittelitalien und in Spanien bzw. der damaligen römischen Provinz Hispania und heute vorwiegend im Süden von Portugal mit Schneideäxten von Stämmen und Hauptästen geschält und verarbeitet. Bei der ersten Schälung fällt eine raue, harzreiche Korkrinde an, die sich zur Herstellung von reinexpandierten dunkelbraunen Korkplatten (ohne Zusatz künstlicher Bindemittel) eignet wie sie als Naturbaustoff zur Wärmedämmung eingesetzt werden. Danach kann alle 8 bis 12 Jahre die nachwachsende Sekundärkorkrinde geerntet werden. Sie ist harzarm und weitgehend homogen, weshalb sie sich zur maschinellen Verarbeitung eignet. Der Sekundärkork dient vor allem zur Herstellung von Flaschenkorken und einer Reihe weiterer Industrieprodukte.

Deckenpaneele

Ein Paneel (niederdeutsch und niederländisch für „Tafel“, englisch: panel) ist eine Holztafel bzw. eine furnierte Platte für Wand- und Deckenverkleidung. Dabei wird sowohl die einzelne Tafel als auch die gesamte Verkleidung als Paneel oder Paneele bezeichnet.

Tür

Eine Tür erlaubt das Abgrenzen von Räumen gegen andere Räume oder den Außenbereich bei erhaltener Durchgangsmöglichkeit. Die häufigste Version ist die Anschlagtür mit dem beweglichen Türblatt, das mit zwei oder mehr Scharnieren (Türbänder) am Türrahmen (Zarge, Türfutter) befestigt ist. Eine Schiebetür hat Laufschienen, in denen das Türblatt seitlich verschoben werden kann. Bei Falttüren sind der oder die Türflügel durch Scharnierbänder oder flexible Streifen in mehrere Teile gegliedert, die sich beim Öffnen aus der Schließebene herausfalten.

Neben der klassischen Version der Tür, welche Zimmer voneinander abtrennt, existieren viele weitere Formen und Arten von Türen. All diese Formen haben eines gemeinsam: Eine Tür trennt zwei verschiedene Bereiche.

Es wird unter anderem zwischen Glastür, Steintür, Holztür, Metalltür und Gittertür unterschieden.

Türbestandteile im Bauwesen

  • Türfutter: Als Türfutter bezeichnet man die Innenansicht der Tür.
  • Türstock: Der Türstock ist der Rahmen, in den die Tür schließt.
  • Türsturz: Der obere Teil des Türstocks. Trägt ursprünglich die Last der Wandbereiche oberhalb der Tür und leitet sie auf die Steher des Stocks ab.
  • Türschwelle: Der bodenseitige Schluss der Tür, altertümlich zumindest einseitig erhaben, heute oft bündig bzw. überdeckt.
  • Türzarge: Die Türzarge bildet einen dreiseitigen Rahmen um die Tür, mit einer Schiene (Schwelle) unten. Alle drei Seiten werden gleich ausgeführt. Bei Stahlzargen wird die Zarge in einem Stück geliefert und eingebaut.
  • Blindstock: Der Blindstock ist ein bei der fertigen Tür nicht sichtbares Element. Er wird bereits im Rohbau eingebaut. Mit Hilfe des Blindstockes, der auch als Putzleiste fungiert, wird es möglich, den fertigen Stock erst nach Einbau des Fußbodenbelages zu installieren. Damit sind der Stock und das Türblatt vor etwaigen Schäden im Laufe der Bauarbeiten geschützt. Ursprünglich besteht ein Türstock aus starken, rohen Hölzern, der anschließendverblendet wird.
  • Blende: Die Sichtteile des Stockes, oft als Zierblende ausgeführt; bei der Zarge mit integriert.
  • Türfalz: Der Türfalz kann gefälzt oder stumpf einschlagend ausgeführt werden. Wenn besondere Ansprüche in der Wärme- oder Schalldämmung gefordert sind, kann man dem mit einem Doppel- oder Dreifachfalz nachkommen.
  • Türdichtung: Die Dichtung besteht aus Kunststoff. Sie wird in einem Stück rund um das Türblatt in der Zarge montiert und bildet damit einen geschlossenen Abschluss. Die Bodendichtung kann absenkbar, z.B. als Schleifer etc. ausgeführt sein.
  • Türangel: Der Teil, der das Türblatt mit dem Stock verbindet, meist zwei oder drei Stück für schwerere oder gutschließende Türen.
  • Türband: Ursprünglich eiserne Bänder mit umgebogenem Ende, das den Dorn der Angel umfasst und am langen Ende fest fixiert war. Durch die heutigen Einbohrangeln ist die Konstruktion nicht mehr nötig und dient allfällig der Verzierung. Moderne Türbänder sind im Regelfall nachträglich kalibrierbar. Neben dem geläufigen Anbauband gibt es noch eine Vielzahl von sichtbar und unsichtbar ausgeführten Bändern.
  • Beschäge sind alle an der Tür angebrachten funktionellen und verzierenden Teile.
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